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Bone China Geschirr


Seinen etwas merkwürdigen Namen, bei dem es sich tatsächlich um eine echte Gattungsbezeichnung handelt, trägt dieses Porzellan aufgrund einer ganz besonderen Eigenschaft, die gleichzeitig wesentlich verantwortlich für seine äußere Gestalt ist: Es enthält einen Anteil an verglühter Knochenasche in Höhe von etwa 52 % – dahinter steckt eine echte europäische Erfolgsgeschichte: Nahezu ein Jahrtausend lang war die Herstellung von Porzellan fast ausschließlich eine chinesische Domäne, obwohl auch in Europa bereits früh eine hohe Nachfrage nach dem harten, fein verarbeitbaren Material bestand, für das es hierzulande lange keine echte Alternative gab. Dies führte dazu, daß spätestens ab dem 16. Jahrhundert ein regelmäßiger Handel zwischen China und Europa entstand – ausreichend Kaufkraft vorausgesetzt, war es problemlos möglich, einem Handelsagenten eine Bestellung für ein Porzellanservice aus chinesischer Fertigung aufzugeben und nach einiger Zeit das fertige Service aus China geliefert zu bekommen. Diese frühe Form des Versandhandels hatte freilich einen Nachteil: Die Lieferzeit betrug mehrere Jahre, Händler mit dem im Voraus bezahlten Betrag verschwinden, Schiffe sinken, und selbst, wenn die Ware ankam, war man vor bösen Überraschungen nicht gefeit: Nicht selten verstanden die chinesischen Porzellanhersteller die Entwürfe für ein Service ganz anders als der Auftraggeber, und fertigten unfreiwillig komische Produkte.

Porzellanherstellung


Dies alles (und sicher noch eines mehr) führte in Europa verstärkt dazu, dem Geheimnis der Porzellanherstellung selbst auf die Spur zu kommen. 1708 gelang dies zum ersten Mal in Meißen: Das Ergebnis war ein weißes, hartes und bereits verhältnismäßig dünn verarbeitbares Porzellan. Verfeinert und letztlich bis ins Detail dem chinesischen Original nachempfunden wurde die Rezeptur jedoch erst in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in England, wo man den bekannten Bestandteilen Feldspat, Quarzsand und Kaolin einen hohen Anteil verglühter Knochenasche zufügte. Ergebnis war das Fine Bone China, ein Weichporzellan mit einem besonders lichtdurchlässigen, brillant glänzende Scherben und von bemerkenswert hoher Festigkeit und Kantenstabilität. Letztere Eigenschaften führen dazu, daß es sich besonders dünn und stark gewölbt verarbeiten läßt, wie man zum Beispiel an der weit ausladenden Teetasse unseres Bone China Geschirrs sehen kann, die den Teearomen optimalen Platz zur Entfaltung bietet, oder am filigran geformten Eierbecher aus unserem Bone China Service.

Bone China - das Material


Neben seinen rein materiellen Vorzügen hat unser Bone China jedoch noch eine weitere, ganz wesentliche Eigenschaft: Durch seine feine, elegante Formgebung und seine gleichzeitig betont schlichte Farbgebung in einem warmen Weißton ist es so vielseitig wie sonst wenige Geschirrserien. Es fühlt sich daher auf festlichen Tafeln besonders wohl, wo es gerne den Speisen und der übrigen Tischdekoration die Hauptrolle überläßt, kann aber genau so gut als Geschirr für jeden Tag verwendet werden, da es ohne Einschränkungen spülmaschinenfest und man im Falle eines Falles jedes Teil leicht nachkaufen kann. Und schließlich läßt es sich auch wunderbar als Teegeschirr einsetzen: Neben der schon genannten Teetasse ist auch eine dezent geformte Teekanne Teil des Service, und mit der passenden Etagere lassen sich wunderbar Scones, Shortbread und Cucumber Sandwiches zum Tee servieren – ganz im Sinne der Erfindung der Rezeptur in England.

Für Tee & Kaffee

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