Werkstattbericht: Aashapura Blockprint, Jaipur
Am Spätnachmittag im Oktober stehen wir am Tor der Blockprint-Manufaktur Aashapura in Jaipur. Der Inhaber Mahendra Bhandari und seine Tochter Namita empfangen uns dort persönlich. Mitarbeiter haben Farben und Rohmaterial bereits vorbereitet, damit wir die von uns bestellten Artikel in Produktion sehen können.
Entdecken Sie die Produke
"Beeindruckend ist dabei nicht nur die Geschwindigkeit, sondern vor allem die Sauberkeit. Nichts verschmiert, nichts kleckert – obwohl jeder Abdruck sitzt und die Wiederholung genau passen muss. Ein einziger Fleck würde die Arbeit von über einer halben Stunde zunichtemachen."
"Beeindruckend ist dabei nicht nur die Geschwindigkeit, sondern vor allem die Sauberkeit. Nichts verschmiert, nichts kleckert – obwohl jeder Abdruck sitzt und die Wiederholung genau passen muss. Ein einziger Fleck würde die Arbeit von über einer halben Stunde zunichtemachen."
In der Werkstatt werden große Bahnen aus Baumwollstoff auf riesigen Tischen ausgebreitet und straff gezogen, so dass es keine Falten gibt. Die Farbe steht in flachen Wannen bereit; ein getränktes Kissen dient dazu, die Stempel immer wieder gleichmäßig „aufzuladen“. Dann beginnt der Druck: Große, schwere Holzblöcke werden in die Farbe gedrückt, exakt positioniert und mit einem kurzen, kontrollierten Andruck auf den Stoff gesetzt. Hilfsmittel, Lineale oder Markierungen sind nicht zu sehen. Während sich ein Drucker entlang der Bahn fortbewegt, folgt ihm ein zweiter und erweitert das Muster mit dem nächsten Stempel, sodass sich das Bild Schritt für Schritt schließt.
Beeindruckend ist dabei nicht nur die Geschwindigkeit, sondern vor allem die Sauberkeit. Nichts verschmiert, nichts kleckert – obwohl jeder Abdruck sitzt und die Wiederholung genau passen muss. Ein einziger Fleck würde die Arbeit von über einer halben Stunde zunichtemachen. Namita Bhandari erzählt uns während des Rundgangs von der langen Tradition des Blockprintings, speziell in Jaipur, und davon, wie sehr das Ergebnis am Ende von Konzentration und Routine abhängt.
An einer Ecke sehen wir, wie Bordüren sauber „auf Gehrung“ zusammengeführt werden – also wie der Eckanschluss im 45‑Grad‑Winkel entsteht. Statt zu messen oder vorzuzeichnen, wird ein Stück Zeitung als Abdeckung an die Stelle gelegt, an der der Druck enden soll. Der Stempel wird so angesetzt, dass der Abdruck exakt bis an diese Kante reicht. Wenn die Zeitung weggezogen wird, bleibt eine scharf begrenzte Diagonale zurück, an der das Motiv später sauber weiterlaufen kann. Es ist eine einfache Lösung, aber sie zeigt sehr deutlich, wie mit minimalen Mitteln maximale Kontrolle entsteht.
Nach der Besichtigung fahren wir zu einer nahegelegenen Schnitzerei, wo die Stempel entstehen. Der Betrieb ist winzig: ein kleiner Raum, niedrige Arbeitstische, gearbeitet wird sitzend, dicht an dicht, umgeben von Holzblöcken und Werkzeug. Einer der Schnitzer legt eine Papier-Schablone mit dem Motiv auf den Block; dann wird Linie für Linie mit einem schmalen Meißel aus dem Holz herausgeschnitten. Im Hintergrund stapeln sich halbfertige Stempel in verschiedenen Formen. Wir sind beeindruckt von der Schnelligkeit und der Kunstfertigkeit der Schnitzer – und davon, wie direkt sich diese Arbeit später im Druck wiederfindet.
Axel und Moritz Stürken
In der Werkstatt werden große Bahnen aus Baumwollstoff auf riesigen Tischen ausgebreitet und straff gezogen, so dass es keine Falten gibt. Die Farbe steht in flachen Wannen bereit; ein getränktes Kissen dient dazu, die Stempel immer wieder gleichmäßig „aufzuladen“. Dann beginnt der Druck: Große, schwere Holzblöcke werden in die Farbe gedrückt, exakt positioniert und mit einem kurzen, kontrollierten Andruck auf den Stoff gesetzt. Hilfsmittel, Lineale oder Markierungen sind nicht zu sehen. Während sich ein Drucker entlang der Bahn fortbewegt, folgt ihm ein zweiter und erweitert das Muster mit dem nächsten Stempel, sodass sich das Bild Schritt für Schritt schließt.
Beeindruckend ist dabei nicht nur die Geschwindigkeit, sondern vor allem die Sauberkeit. Nichts verschmiert, nichts kleckert – obwohl jeder Abdruck sitzt und die Wiederholung genau passen muss. Ein einziger Fleck würde die Arbeit von über einer halben Stunde zunichtemachen. Namita Bhandari erzählt uns während des Rundgangs von der langen Tradition des Blockprintings, speziell in Jaipur, und davon, wie sehr das Ergebnis am Ende von Konzentration und Routine abhängt.
An einer Ecke sehen wir, wie Bordüren sauber „auf Gehrung“ zusammengeführt werden – also wie der Eckanschluss im 45‑Grad‑Winkel entsteht. Statt zu messen oder vorzuzeichnen, wird ein Stück Zeitung als Abdeckung an die Stelle gelegt, an der der Druck enden soll. Der Stempel wird so angesetzt, dass der Abdruck exakt bis an diese Kante reicht. Wenn die Zeitung weggezogen wird, bleibt eine scharf begrenzte Diagonale zurück, an der das Motiv später sauber weiterlaufen kann. Es ist eine einfache Lösung, aber sie zeigt sehr deutlich, wie mit minimalen Mitteln maximale Kontrolle entsteht.
Nach der Besichtigung fahren wir zu einer nahegelegenen Schnitzerei, wo die Stempel entstehen. Der Betrieb ist winzig: ein kleiner Raum, niedrige Arbeitstische, gearbeitet wird sitzend, dicht an dicht, umgeben von Holzblöcken und Werkzeug. Einer der Schnitzer legt eine Papier-Schablone mit dem Motiv auf den Block; dann wird Linie für Linie mit einem schmalen Meißel aus dem Holz herausgeschnitten. Im Hintergrund stapeln sich halbfertige Stempel in verschiedenen Formen. Wir sind beeindruckt von der Schnelligkeit und der Kunstfertigkeit der Schnitzer – und davon, wie direkt sich diese Arbeit später im Druck wiederfindet.
Axel und Moritz Stürken



An einer Ecke sehen wir, wie Bordüren sauber „auf Gehrung“ zusammengeführt werden – also wie der Eckanschluss im 45‑Grad‑Winkel entsteht. Statt zu messen oder vorzuzeichnen, wird ein Stück Zeitung als Abdeckung an die Stelle gelegt, an der der Druck enden soll. Der Stempel wird so angesetzt, dass der Abdruck exakt bis an diese Kante reicht. Wenn die Zeitung weggezogen wird, bleibt eine scharf begrenzte Diagonale zurück, an der das Motiv später sauber weiterlaufen kann. Es ist eine einfache Lösung, aber sie zeigt sehr deutlich, wie mit minimalen Mitteln maximale Kontrolle entsteht.